Das Konzept der Bestände als Entscheidungshilfe für eine Politik der Nachhaltigkeit
Politische Maßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung müssen unterschiedliche Gegebenheiten berücksichtigen, zum Beispiel Klima, Biodiversität, vorhandene Industrien, Energieversorgung, Verkehrssystem, Siedlungsformen, Ansprüche von Menschen, Organisationen, Institutionen, Gesetze und vieles mehr. Insbesondere ist die Dynamik bzw. die Trägheit solcher gegebenen Strukturen zu beachten. Diese Gegebenheiten, ihre Dynamik und ihre Interaktionen sind langfristig kaum überschaubar.
Nachhaltigkeitspolitik ist daher ein dynamischer Entwicklungsprozess, der unter hoher Komplexität, Unsicherheit und Unwissen stattfindet. Es fehlte bislang eine umfassende operationale Grundlage, die Akteuren und wissenschaftlichen Beratern eine konzeptionelle und systematische Anbindung der Nachhaltigkeitspolitik an die faktische Komplexität ermöglicht.
Ziel des Projektes ist es, wesentliche innovative Beiträge zur Entwicklung einer operationalen Methodik erfolgreicher Nachhaltigkeitspolitik zu leisten. Es wird eine interdisziplinäre Theorie entwickelt, welche die Erfassung ökologischer, ökonomischer und sozialer Zusammenhänge in ihrer Zeitlichkeit, d.h. ihrer Trägheit und ihrer Veränderungsdynamik ermöglicht. Diese Theorie basiert auf einer Erweiterung des Konzepts der Bestände, das im Projekt auch auf immaterielle Strukturen wie Institutionen und Präferenzen angewendet wird.
Projektpartner:
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ), Dr. Schiller
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Prof. Dr. Ott
Universität Heidelberg, Dr. Jöst
Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite.