Langfristiges Planen

Die Bedeutung sozialer und kognitiver Ressourcen für nachhaltiges Wirtschaften

Laufzeit: September 2010 – März 2013

Laut Projekt ist Handeln nachhaltig, wenn die inten-
dierten und nicht-intendierten Folgen die Voraussetzungen zur künftigen Realisierung wesentlicher Ziele nicht gefährden. Es geht also um langfristiges Planen und
die Erhaltung von Handlungsfähigkeit. Dafür werden
u. a. soziale und kognitive Ressourcen benötigt, wie die Fähigkeit zum rationalen Umgang mit Unsicherheiten und Risiken, zur kreativen Lösungsfindung oder zur Bewältigung sozialer Dilemma- und Konfliktsituationen. Eine bedeutende Rolle spielt auch die stabilisierende Funktion gesellschaftlicher Institutionen.

Ziele und Aufgaben
Das Projekt entwickelt einheitliche methodologische Grundlagen für eine langfristige Planung, deren Umsetzung die Nachhaltigkeit des individuellen wie des gesellschaftlichen Handelns möglichst verlässlich sichert.
Die Arbeitsplanung folgt dem bewährten Projektgruppenprinzip der „Europäischen Akademie“. Dabei erarbeitet eine interdisziplinär zusammengesetzte Projektgruppe gemeinsam Lösungen zu einem definierten Themenbereich.
Eine inhaltliche Präzisierung des Programms erfolgt zunächst durch die sogenannte Kerngruppe. In dieser sind Experten aus den wissenschaftlichen Disziplinen Nachhaltigkeitsökonomik, experimentelle Ökonomik, Ethik/praktische Philosophie, Politikwissenschaft beziehungsweise Institutionentheorie vertreten.
Zur intensiven Bearbeitung des präzisierten Programms wird die Projektgruppe um Vertreterinnen und Vertreter aus weiteren einschlägigen Disziplinen erweitert. Diese Disziplinen können sein: Soziologie, Rechtswissenschaft, Wissenschaftstheorie und Governanceforschung.
In insgesamt elf Gruppensitzungen und zwei Evaluierungskonferenzen sowie einzelthemenbezogenen Fachgesprächen und Workshops entwickeln die Projektgruppenmitglieder ausgehend von disziplinär erstellten Textvorlagen eine von allen mitgetragene Studie.
Mit dieser Herangehensweise werden zugleich eine Erweiterung des methodischen Instrumentariums der Nachhal-tigkeitsökonomik sowie insgesamt eine Verbesserung des Planens, Entscheidens und Handelns in nachhaltigkeits-
ökonomischen Zusammenhängen angestrebt.

Anwendung
Ziel der Projektgruppenarbeit ist die explizite Ausformulierung begründeter handlungsorientierter Empfehlungen an die Wissenschaft, die interessierte Öffentlichkeit sowie die relevanten Ressorts aus Politik und Wirtschaft, die durch die Integration der einzeldisziplinären Aspekte zustande kommen.
Die resultierende Studie soll Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern Impulse zur Formulierung kohärenter und umsetzbarer Nachhaltigkeitsstrategien geben und zur Erkenntnisbildung der interessierten Öffentlichkeit sowie des Wissenschaftssystems beitragen. Konkret werden Empfehlungen formuliert, wie die Bereitschaft, angemessen in Institutionen zu investieren, gefördert werden kann. Zudem werden praxistaugliche Konkretisierungen des Verhältnisses von Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit angestrebt.
Die Projektgruppe veröffentlicht als zentrales Produkt eine Publikation, die alle Mitglieder in gemeinsamer Verantwortung und Autorenschaft tragen.

Verbundpartner
Europäische Akademie zur Erforschung von
Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen
Dr. Georg Kamp

Ansprechpartner

  • Dr. Georg Kamp

    • Europäische Akademie GmbH
    • Wilhelmstraße 56
    • 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
    • Telefonnummer: +49 2641 - 973 308
    • Faxnummer: +49 2641 - 973-320
    • E-Mail-Adresse: georg.kamp@ea-aw.de
    • Homepage: http://www.ea-aw.de/projektgruppen/projektuebersicht/langfristiges-planen.html