Der Förderschwerpunkt

Ökonomische Aspekte spielen für die nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft eine zentrale Rolle. Zukunftsherausforderungen wie der Klimawandel, die Sicherung der Energieversorgung, die Nachhaltigkeit unseres Konsumverhaltens, die Bewahrung der biologischen Vielfalt oder auch die umwelt- und sozialverträgliche Gestaltung der Globalisierung sind ohne geeignete ökonomische Rahmensetzungen nicht zu bewältigen. Die Wirtschaftswissenschaften liefern mit ihrer Kompetenz in Bewertungsfragen, in der Analyse von Innovationsprozessen und von effizienten Institutionen wertvolle Beiträge zum Nachhaltigkeitsdiskurs. Sie ergänzen damit sinnvoll die umwelttechnologische wie auch die Sozial-ökologische Forschung.

Das neue Rahmenprogramm „Forschung für nachhaltige Entwicklungen“ unterstreicht, dass Nachhaltigkeitsforschung als Forschungsgebiet von hoher gesellschaftlicher Relevanz und mit hohem Problemlösungsanspruch auf profunde wirtschaftswissenschaftliche Beiträge angewiesen  ist. Die Wirtschaftswissenschaften können auf eine lange Tradition von nachhaltigkeitsrelevanten Ansätzen zurückgreifen (etwa das Management erneuerbarer Ressourcen oder die Generationenbilanzierung in der Finanzwissenschaft). Dieses Potenzial gilt es bei der Konkretisierung, Weiterentwicklung und Umsetzung von Konzepten und Strategien für mehr Nachhaltigkeit noch intensiver als bisher zu nutzen.

Der Förderschwerpunkt "Wirtschaftswissenschaften für Nachhaltigkeit" (WiN) entwickelt relevante Lösungsvorschläge für zentrale Zukunftsfragen:

  • Welche wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Leitplanken braucht die globalisierte Wirtschaft?
  • Wo liegen aus ökonomischer Sicht heute und morgen die Ansatzpunkte für eine erfolgreiche Umweltpolitik?
  • Wie können zielgerichtete Innovationen die Gesellschaft auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit effizient unterstützen?
Ziel des Förderschwerpunkts ist es, wirtschaftswissenschaftliche Forschung aus dem gesamten Spektrum der Volkswirtschaftslehre zu initiieren, die praktikable Lösungen für Fragen der Nachhaltigkeitspolitik anstößt und zu einer stärkeren Verankerung der Wirtschaftswissenschaften im deutschen und internationalen Nachhaltigkeitsdiskurs führt.
Ziel ist somit einerseits die Neuorientierung der Wirtschaftsforschung durch Fragen der Nachhaltigkeitspolitik, andererseits die notwendige Bereicherung der Nachhaltigkeitsforschung durch realitätsnahe ökonomische Ansätze. Ökonominnen und Ökonomen arbeiten mit relevanten Praxispartnern aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammen. Gemeinsam entwickeln sie empirisch fundierte und fächerübergreifend anknüpfungsfähige Handlungsstrategien.

Der Förderschwerpunkt ist Bestandteil des Rahmenprogramms „Forschung für nachhaltige Entwicklungen (fona)“ des BMBF.

Zur fachlichen und strategischen Begleitung des Förderschwerpunkts hat das BMBF einen Beirat unter Vorsitz von Prof. Friedrich Schneider, Vorsitzender des Vereins für Socialpolitik, eingerichtet.

Dokumente

Ansprechpartner

  • Thomas Schulz

    • Projektträger im DLR e. V. Umwelt, Kultur, Nachhaltigkeit
    • Heinrich-Konen-Str. 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: +49 228 3821 1584
    • Faxnummer: +49 228 3821 1500
    • E-Mail-Adresse: thomas.schulz@dlr.de